Kalender der Kulturen

Welttag der Pressefreiheit

Welttag der Pressefreiheit
Der Welttag der Pressefreiheit wurde 1993 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingeführt. Er soll daran erinnern, wie viel oder wie wenig schon erreicht ist. Journalistenverbände und Menschenrechtsorganisationen nehmen den Tag zum Anlass von Aktionen und Bilanzen. Besonders bekannt ist die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen jährlich aus 180 untersuchten Ländern und Territorien zusammenstellt. Mit fünf Farben macht auch eine Weltkarte die Weltlage sichtbar. Hier herrschen die Farben für die schlechtesten Kategorien vor: Rot für „schwierige“ und Schwarz für „sehr ernste Lage“. Weiße Flecken für eine „gute Lage“ gibt es fast nur Europa.

Deutschland gehört in diesem Jahr nicht mehr dazu. Hauptgrund des Abstiegs in die zweitbeste Kategorie „zufriedenstellende Lage“: Die Gewalt gegen Medienleute hat im Jahr 2020 eine noch nie da gewesene Dimension erreicht. Im Kalenderjahr 2020 zählte Reporter ohne Grenzen mindestens 65 gewalttätige Angriffe gegen Journalistinnen und Journalisten im Land, meist im Umfeld von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Jahr 2019 (mindestens 13 Übergriffe) verfünffacht. Die Organisation geht zudem davon aus, dass die Dunkelziffer 2020 höher ist als in den Vorjahren.

Mehr erfährt man bei: www.reporter-ohne-grenzen.de.