Tschernobyl-Gedenktag

Apr 26, 2022 | 2022 – 04 – April

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Kalender der Kulturen

1986 lernte Europa, dass Atomkatastrophen keine Grenzen kennen.

Am 26. April 1986 kommt es im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl zu einem schweren Unfall. Radioaktive Wolken verteilten sich über weite Teile Europas und schließlich über die gesamte nördliche Halbkugel. Erst nach Tagen kommt die sowjetische Regierung mit Informationen heraus. Westliche Experten beteuerten, dass „unsere“ Atomkraftwerke sicher sind. Trotzdem bekam die Anti-AKW-Bewegung weiteren Zulauf. Erst im Jahr 2000 kommt es zu Abschaltungen deutscher AKWs, erst 2011 wird unter dem Eindruck der Nuklearkatastrophe von Fukushima der Atomausstieg auch in der Regierungszeit von Angela Merkel regierungsfähig. Bis 2022 sollen alle Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet sein. Viele Fragen bleiben offen, vor allem die Endlagerung des Atommülls.

Die Folgen von Tschernobyl sind noch heute spürbar, nicht nur in Ukraine, wo sich jeder Regierung um den „Sarkophag“ kümmern muss, der den geschmolzenen Reaktor heute umschließt, sondern auch in Deutschland. So muss beispielsweise jedes erlegte Wildschwein auf Strahlung getestet werden. Wenn der Grenzwert von 600 Becquerel überschritten wird, kann das Schwein nicht gegessen werden, sondern muss entsorgt werden. Der Bayerische Rundfunk hatte dazu 2021 einen Beitrag, der bis 2026 in der Mediathek verfügbar ist.

www.br.de/mediathek/video/tschernobyl-sind-heimische-wildschweine-noch-verstrahlt-av:6082f68225c3b400077f7f33

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