Kalender der Kulturen

St. Jakob

Pilgern zu sich selbst und heiligen Orten ist in Mode, Einer der berühmtesten Pilgerwege ist der Jakobsweg. Seit den Achtziger-Jahren werden in Europa immer mehr alte Abschnitte wiederhergestellt und neue Wege ins nordwestspanische Santiago de Compostela eröffnet. Pilgern ist ein uralter Bestandteil von Frömmigkeit. Und das schon zu Zeiten ohne moderne Straßen, Autos oder gar Flugzeuge: Drei Mal im Jahr sollte das jüdische Volk zum Tempel in Jerusalem kommen. Der Hadsch ist eine der fünf Säulen des Islam: Einmal im Leben soll ein Muslim, eine Muslimin in Mekka gewesen sein, wenn es finanziell machbar ist. In Zehnmillionen-Zahlen pilgern gläubige Hindus zu Festen an heilige Stätten. Auch im Christentum gehörte das Pilgern dazu: Weil man etwas erbitten wollte, Dank zu sagen hatte oder auch Schuld zu sühnen. Die letzte Form entfernte im Mittelalter den Übeltäter vom Ort seiner Übeltat und ließ ihm doch die Chance, weiter zu leben. Eingebunden in den Bußprozess war die Beschwerlichkeit und Gefahr einer Reise zu einem Pilgerort wie Rom, Jerusalem oder Santiago Teil der Bußleistung. https://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg