Seit 30 Jahren: Spektakuläre Bilder aus den Weiten des Alls

Am 25. April 1990 setzte die US-amerikanische Raumfähre Discovery in etwa 600 km Höhe ein Weltraumteleskop aus. Die Erwartungen waren groß, denn nun wollte man den Sternenhimmel ohne störende Einflüsse der Erdatmosphäre beobachten. Die ersten Bilder des nach dem US-Astronomen Edwin Hubble (1889-1953) benannten Teleskops waren allerdings eine Enttäuschung. Sie offenbarten einen Produktionsfehler. Eine genaue Untersuchung der Herstellung und Qualitätsprüfung ermöglichte die Nachstellung im Computer und die Entwicklung einer Korrekturvorrichtung. Die volle Leistungsfähigkeit erlangte das Teleskop, als 1993 bei einer Wartungsmission eine Zusatzoptik zur Korrektur des Hauptspiegels angebracht wurde. Diese „Brille“ konnte bei späteren Wartungsarbeiten wieder entfernt werden, denn die Datenverarbeitung mittels Computer wurde permanent weiterentwickelt. Obwohl der Hauptspiegel mit 2,2 m weniger als halb so groß ist wie die größten irdischen Teleskope, hat Hubble Hunderttausende von Bildern in einmaliger Klarheit und Auflösung geliefert.
Die NASA begleitet das Projekt mit einer englischsprachigen Website: https://hubblesite.org.