Heute vor 150 Jahren: Mahatma Gandhi geboren

Mohandās Karamchand Gāndhī (1869-1948) war ein indischer Rechtsanwalt, Unabhängigkeitskämpfer, Asket und Pazifist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich der Rechtsanwalt in Südafrika gegen die Rassentrennung und für die Gleichberechtigung der Inder ein. Später entwickelte er sich in Indien zum wichtigsten Führer der Unabhängigkeitsbewegung.

Gewaltfreier Widerstand, ziviler Ungehorsam und Hungerstreik trugen schließlich zum Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien (1947) bei. Diese war mit der Teilung der Kronkolonie in einen muslimischen und einen nicht-muslimischen Teil verbunden. Die millionenfache Umsiedlung entlang religiöser Grenzen brachte viel Leid mit sich; Hindu-Nationalisten verschmerzten die Verkleinerung Indiens bzw. Gandhis gemäßigtes Auftreten gegenüber den Muslimen nicht. Am 30. Januar 1948 fiel Gandhi einem Attentat zum Opfer.

Schon zu Lebzeiten war Gandhi so anerkannt, dass er mehrmals für den Friedensnobelpreis nominiert wurde. In seinem Todesjahr wurde dieser Nobelpreis symbolisch nicht vergeben.