Kalender der Kulturen

Heute vor 60 Jahren: „JFK“ zum Präsidenten der USA gewählt. (8.11.1960)

Die Ermordung in Dallas (22. November 1963) machte ihn zur Legende: John F. Kennedy. Etwas mehr als zwei Jahre zuvor hatte JFK die Präsidentschaftswahlen gegen Richard M. Nixon gewonnen. Er war mit 43 Jahren der jüngste gewählte Präsident der USA und auch erster Katholik im Weißen Haus. Während seiner kurzen Amtszeit bis zu seiner Ermordung wurde er zur Symbolfigur für den Aufbruch in eine bessere Zukunft. Wiederholt rief er zum „Krieg“ gegen Tyrannei, Armut, Krankheiten und gegen den Krieg selbst auf und übertrug seinen Enthusiasmus auf das ganze Land. Innenpolitische Ziele waren die Gleichstellung von Minderheiten, neue Gesetze für eine Sozial- und Krankenversicherung und eine Bildungsreform. Kennedy gewährte großzügig Entwicklungshilfe und entsandte junge Menschen in „Friedenskorps“ in Entwicklungsländer. Er schickte allerdings auch Spezialeinheiten nach Vietnam und unterstützte 1961 Exil-Kubaner bei der gescheiterten Landung in der Schweinebucht. In der Kubakrise 1962, als die Sowjetunion Mittelstreckenraketen auf Kuba aufstellen wollte, stand die Welt am Abgrund eines Atomkriegs. Die Erkenntnis wurde ein Ausgangspunkt für eine erste Zusammenarbeit der Supermächte (u.a. Atomteststoppabkommen 1963).