Islamisches Opferfest (31.7.-2.8.2020)

Im Islam gibt es eigentlich nur zwei wirklich wichtige Feste: Das Ramadan-Fest, das das Ende des Fastenmonats anzeigt, und das Opferfest.

Beim Opferfest (Arabisch „ʿĪd al-Adhā“, Türkisch „Kurban Bayramı“) geht es um das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes. Es erinnert an die Geschichte des Propheten Ibrahim, der auf Gottes Geheiß sogar bereit war, seinen Sohn Ismail zu opfern. Gott erkannte die Treue Ibrahims und verzichtete auf solch ein Opfer. Stattdessen wurde ein Widder geopfert und als Zeichen der Dankbarkeit mit Freunden und Bedürftigen geteilt. Auch heute noch teilen Muslime am Opferfest das Fleisch eines Tieres mit den Armen. Mit dem Opferfest erreicht auch der Hadsch, die Pilgerfahrt nach Mekka, einen Höhepunkt. In Mekka wird das meiste Fleisch eingefroren und später bei Hilfsaktionen in der islamischen Welt eingesetzt.

Wegen verschiedener Berechnungsgrundlagen kann der Beginn des Opferfests um einen Tag variieren. Islam.de nennt für das Opferfest den 31. Juli bis 2. August 2020. Seit Jahren entbieten die römisch-katholische und andere Kirchen Muslimen zu ihren Großfesten Grüße.