Heute vor 30 Jahren: Freilassung Nelson Mandelas als Anfang vom Ende der Apartheid

Jahrzehntelang galt Südafrika als das Land der Rassentrennung schlechthin, obwohl es rassische Diskriminierung auch in anderen Ländern gab. Ein Symbol des Widerstands wurde der ANC-Führer Nelson Mandela (1918-2013). Seit seiner Verurteilung wegen Sabotage lebte Mandela völlig isoliert auf der Gefängnisinsel Robben Island. Keine Zeitung, zweimal 30 Minuten Besuch pro Jahr und zwei Briefe. Doch die Rechnung des Apartheid-Regimes ging nicht auf, da die weltweite Unterstützung Mandelas nicht endete und auch die weiße Macht im Inland erodierte. Am 11. Februar 1990 verließ Mandela nach 27 Jahren das Gefängnis. In einem schwierigen und nicht immer erfolgreich abgeschlossenen Prozess wurden im ganzen Land Verantwortung und Schuld aufgearbeitet. Am 10. Mai 1994 trat Nelson Mandela als erster schwarzer Präsident Südafrikas sein Amt an.