Kalender der Kulturen

Abends: Beginn des jüdischen Jahrs 5781 (18.9. abends-20.9.2020)

Das jüdische Neujahrsfest heißt Rosch Haschana und leitet eine zehntägige Besinnung ein, die mit Jom Kippur endet. Der „gute Rutsch“ als Wunsch zum Jahreswechsel wurde von Etymologen (Wortforschern) lange vom Wort „Rosch“ für Kopf bzw. Anfang abgeleitet. Mittlerweile wird das stark bezweifelt. Das in Deutschland gebräuchliche Westjiddische kannte das jüdische Neujahrsfest im Gegensatz zum hochsprachlichen sefardischen „Rosch Haschana“ als „Rausch haschono/-ne“ oder als „Rauschaschone/ Rauschscheschone“. Dagegen wurde „Rutsch(en)“ früher auch für „Reise(n)“ verwendet. Einen guten Rutsch zu wünschen, wünscht eine gute Reise durch das neue Jahr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Guten_Rutsch

Christoph Gutknecht: Rutsch, Rosch und Rausch. Hat der deutsche Neujahrsglückwunsch wirklich hebräische Wurzeln? (https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/rutsch-rosch-und-rausch)