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Sehr geehrte Damen und Herren,
während bei uns an Sylvester die Korken knallen und das neue Jahr begrüßt wird, beginnt das chinesische Chinesische Neujahr erst am 23. Januar 2012. In Ost- und Südostasien wird das Jahr des Drachen gefeiert.
Am 1. Januar feiert die katholische Kirche den Weltfriedenstag 2012. Dieser Weltfriedenstag steht unter dem Motto „Die Jugend muss lernen, Gerechtigkeit und Frieden zu schaffen“. Diese Botschaft hat auch Martin Luther King verbreitet. Der amerikanische Bürgerrechtler wurde am 15. Januar 1929 geboren. Übrigens: Der Song „Happy Birthday“ von Stevie Wonder ist ursprünglich nicht als Geburtstagsständchen kompiniert worden sondern speziell als Hymne für Martin Luther King.
Ihr Team vom Kalender der Kulturen wünscht Ihnen ein schönes Wechnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2012. Die nächste Ausgabe unseres E-Mail-Services „Feiertagsdienst“ erscheint Ende Januar 2012.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Hansjörg Biener
Autor „Kalender der Kulturen“
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01. Januar - Weltfriedenstag der katholischen Kirche
Seit dem 1. Januar 1968 begeht die katholische Kirche einen „Weltfriedenstag“, bewusst am Anfang des zivilen Jahres. Der Tag wird aber mancherorts, so in deutschen Gemeinden, flexibel innerhalb der ersten sechs Wochen des Jahres begangen. Der Weltfriedenstag ist jährlich mit einer vorab veröffentlichten Botschaft des Papstes verbunden, die ein konkretes Thema näher erörtert. 2012 steht der Weltfriedenstag unter dem Motto „Die Jugend muss lernen, Gerechtigkeit und Frieden zu schaffen.“ Die Papstbotschaft zum 45. Weltfriedenstag wird voraussichtlich Mitte Dezember veröffentlicht. |
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01. Januar - Heute vor 10 Jahren: Einführung des Euro in Münzen und Scheinen
Am 1. Januar 2002 war der Euro erstmals als Bargeld gültig: Die Währung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion wurde am 1. Januar 1999 als Buchgeld und drei Jahre später als Bargeld eingeführt. In zahlreichen Mitgliedstaaten hat der Euro die nationalen Währungen als Zahlungsmittel abgelöst. Die Euromünzen werden von den nationalen Zentralbanken des Eurosystems mit jeweils landesspezifischer Rückseite geprägt. Die Scheine unterscheiden sich nur durch die Buchstaben in der Seriennummer. |
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06. Januar - Epiphanias = Erscheinung des Herrn
In den ersten christlichen Jahrhunderten war der Tag der „Erscheinung des Herrn“ (Epiphanias vom griechischen „epiphaneia“ für „Erscheinung“) das Weihnachtsdatum im Osten. Die Christen feiern an diesem Tag den Aufgang des Lichtes, das keinen Untergang kennt, den Einzug des Gottkönigs in die Welt. Einige orthodoxe Kirchen, etwa in Russland, begehen noch heute am 6./7. Januar das Weihnachtsfest. Von weisen Männern, die dem Kind im Stall von Bethlehem gehuldigt haben, schreibt nur einer der vier biblischen Evangelisten: Matthäus macht keine Angaben über ihre Zahl oder Herkunftsländer; die volkstümliche Tradition hat die Geschichte ausgeschmückt und die Weisen zu morgenländischen Königen gemacht.
Die drei Könige wurden zu Symbolen der früher bekannten drei Kontinente, der dritte König hatte nun eine schwarze Hautfarbe. Als Kaiser Friedrich I. Barbarossa Reliquien der legendären Herrscher 1164 aus Mailand nach Köln brachte, entwickelte sich dort bald ein intensiver Kult, der sich im ganzen Deutschen Reich ausbreitete. Durch die volkstümliche Verehrung der „heiligen drei Könige“ und wegen der Doppelung mit dem ersten Weihnachtsfest am 25. Dezember, trat der Charakter als Christus-Fest in den Hintergrund.
In Deutschland hat man den Epiphaniasspielen einen neuen Sinn gegeben: In der Zeit um den Dreikönigstag (6. Januar) ziehen Sternsinger von Haus zu Haus und sammeln für die Kinder in der armen Welt. Als Zeichen des Segens hinterlassen sie die Buchstaben CMB und die Jahreszahl. Caspar, Melchior und Balthasar waren angeblich die Namen der drei Könige, doch ist das CMB nicht nur ihr Namenskürzel, sondern steht für „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Seit 1959 wurden nach Angaben des Kindermissionswerks, das die Aktion organisiert, rund 700 Millionen Euro gesammelt. |
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06. Januar - Heute vor 190 Jahren: Heinrich Schliemann geboren
Sein Name ist untrennbar mit dem Mythos Troja verbunden. Heinrich Schliemann (1822-1890). Schon als Achtjähriger soll der Pastorensohn davon geträumt haben, die legendäre Stadt zu finden. Er war über 40, als er an die Verwirklichung seiner Träume ging. Mit Goldgeschäften in Kalifornien und dem Russlandhandel hatte er die finanzielle Basis dafür gelegt. Homers „Ilias“ diente Schliemann als Wegweiser. Als er 1870 auf dem Hügel Hissarlik in der heutigen Türkei Siedlungsreste fand, war er sich sicher: Das musste Troja sein.
Am Ziel seiner Träume schien er 1873, als er auf eine Steintruhe mit goldenen Ketten, Armreifen Diademen und anderen Kostbarkeiten stieß, den „Schatz des Priamos“. Die Grabungserfolge trugen Schliemann viel Bewunderung ein. Durch eine für jene Zeit ungewöhnliche Öffentlichkeitsarbeit trug Schliemann zur Etablierung der Archäologie als wissenschaftlicher Disziplin bei. Doch zahlte die Archäologie auch einen hohen Preis. Die von Schliemann durch den Hügel geschlagene Schneise hat jüngere Schichten einer Grabungsstätte zerstört, die offenbar eine mehr als 4000-jährige Siedlungsgeschichte hatte. |
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15. Januar - Martin-Luther-King-Tag
Martin Luther King, jr. (1929-1968) war ein US-amerikanischer Pastor und Bürgerrechtler. King, der immer die Gewaltlosigkeit predigte, wurde dreimal tätlich angegriffen, überlebte mindestens ein Bombenattentat und wurde zwischen 1955 und 1968 mehr als 30 Mal inhaftiert. Am 4. April 1968 wurde er in Memphis, Tennessee erschossen. Der amerikanische Martin-Luther-King-Tag soll an den Geburtstag des Namensgebers erinnern. In Deutschland wird der Tag am 15. Januar begangen, in den USA jeweils am dritten Montag des Januar.
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17. Januar - 70. Geburtstag von Muhammad Ali
„I am the greatest!“, „Ich bin der größte“ mit diesem Ruf nach dem Sieg in seinem ersten Weltmeisterschaftskampf 1964 ist Cassius Clay in die Geschichte eingegangen. Wenig charakterisierte den afroamerikanischen Boxer mehr: für seine Feinde „größter Maulheld aller Zeiten“, für eine Bewunderer „größter Boxer aller Zeiten“. 1964 legte Clay seinen „Sklavennamen“ ab und nahm den islamischen Namen Muhammad Ali an. |
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23. Januar - Chinesisches Neujahr
Obwohl auch in China längst der „westliche“ Kalender verwendet wird, richten sich die großen Feste immer noch nach dem alten Mondkalender. Am 23. Januar 2012 beginnt in Ost- und Südostasien das Jahr des Drachen. In den Wochen vor und nach dem chinesischen Neujahr ist alles anders, weil jeder versucht, Urlaub zu nehmen und die Festtage mit der Familie zu verbringen. Ein besonderer Schmuck für die Häuser und ein Gruß an Freunde sind Scherenschnitte. |
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